Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt
In unserer Kirchengemeinde läuft seit 2023 ein Prozess der Entwicklung des Schutzkonzepts zur Prävention sexualisierter Gewalt. Unterstützt wurde die Erstellung durch die Fachstelle der Ev.-luth. Kirche in Bayern und durch die Dekanatsarbeitsgruppe Schutzkonzeptentwicklung. Rechtliche Grundlage ist das Kirchengesetz zur Prävention, Intervention, Hilfe und Aufarbeitung im Hinblick auf sexualisierte Gewalt in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (Präventionsgesetz – PrävG) vom 1. Dezember 2020.
Den Auftakt zur Erstellung des Schutzkonzepts machte die Dekanatssynode im November 2023 zum Thema „Prävention gegen Sexualisierte Gewalt“. Bisher sind die folgenden Arbeitsbereiche beteiligt: Kirchenvorstand, Mitarbeitende der Kinder- und Jugendarbeit, Arbeitsgruppe „Schutzkonzept“. Nach dem Durchdenken der Risiko- und Potential-Analyse sollen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um achtsam miteinander umzugehen, das angemessene Nähe- und Distanz Gefühl zu entwickeln und sorgsam miteinander zu leben. Ein formuliertes Leitbild soll dabei als Grundlage dienen.
Leitbild zum Umgang mit sexualisierter Gewalt
Jeder Mensch ist nach Gottes Ebenbild geschaffen. Dies verleiht uns Menschen Würde – unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Identität, Behinderung oder ethnischer Herkunft. In unseren Kirchengemeinden wollen wir diese Würde achten. Wir übernehmen Verantwortung für den Schutz der uns anvertrauten Personen vor grenzüberschreitendem Verhalten und Übergriffen, vor physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt. Gewalt hat keinen Raum in unseren Gemeinden.
Wir wollen Menschen, ganz besonders Kindern und Jugendlichen, sichere Räume bieten, in denen sie Gottes Segen erfahren können. Wir wollen einen sicheren Rahmen schaffen, in dem Nähe, Gemeinschaft und geteilter Glaube erlebt werden können.
Wir wissen dabei um die Möglichkeit, dass da, wo Menschen einander begegnen, auch das Risiko für Verletzungen und Fehler besteht. Diese werden, wenn sie geschehen, nicht verschwiegen. Wo es zu Grenzüberschreitungen oder gar Übergriffen kommt, unterstützen wir aktiv den Umgang mit Beschwerden und Fehlern. Dabei orientieren wir uns an einer Kultur der Achtsamkeit.
In unserem Verhaltenskodex, den alle hauptberuflichen, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden unterschreiben, wird deutlich, wie dieses Leitbild in unserer täglichen Arbeit konkret wird.
Wir werden in regelmäßigen Abständen in unserem Gemeindebrief und unseren Homepages über den Fortgang des Prozesses informieren. Weitere Informationen finden Sie unter: https://aktiv-gegen-missbrauch-elkb.de